DER MARATHON DES LEBENS

Ein Gastbeitrag von @runfit_nora

Laufen verbindet, Laufen schindet, Laufen überwindet!

by runfit_nora

GUTEN Tag allerseits,


herzlich willkommen zu meinem allerersten Blogpost.

Warum laufen wir eigentlich? Da kommen immer so schöne Vermutungen wie: “Es liegt in unserer Natur, sogar die Neandertaler sind schon gelaufen!” – Ehhm, Nein!
Seien wir ehrlich: Entweder haben wir von Kindesbeinen an Leichtathletik geliebt und als Hobby ausgeübt, um uns dann später an die Langstrecken zu wagen, oder wir haben einen triftigen Grund ergo irgendetwas ist, so richtig schief gelaufen damit wir uns das freiwillig antun: Übergewicht, gesundheitliche Probleme, persönliche Negativmomente ... Wir wollen uns selbst beweisen, dass wir stark sind, dass wir alles schaffen können, wenn wir nur wollen!
Da am Anfang die Weiterentwicklung enorm ist, verfallen wir schnell in diese extreme überpositive Kampfmentalität. Wir werden uns selbst und allen anderen gegenüber kritischer und ehrlich gesagt zum Teil intoleranter. Wenn wir es doch schaffen, dann sollen die bitte aufhören zu jammern und auch mal was machen. Leugnen ist zwecklos! So dachten wir doch alle schon! Jedoch wird auch der dickste Zahn mal gezogen und Hochmut kommt wann noch mal? Genau ...

 

LAUFEN SCHINDET

Es ist nicht nur anstrengend! Ja, das auch, ich weiß, an manchen Tagen ist es unausstehlich hart ... Es ist auch mit Verletzungsrisiken verbunden. 30 % - 50 % der Laufkulturisten sind mindestens einmal jährlich vom Verletzungspech verfolgt: Knie, Hüfte, Fuß, Schienbeine, Waden, Rücken: Irgendwas kommt dann halt doch irgendwann. Die dauernden Impaktleistungen haben leider tendenziell die schlechte Angewohnheit uns heimzusuchen. Ich bin ebenfalls so ein Opfer, tröstet euch! Lauftechnikumstellung, Stabi, Alternativtraining, unterschiedlichste Schuhe, Belege, ach, machen wir uns nichts vor: Probieren tut man ja alles, um zumindest Schadensbegrenzung zu betreiben. Natürlich erst nach dem ersten Super-GAU, davor fühlt man sich unkaputtbar. Willst du im Sommer hübsche Füße, magst vor Spiegeln posieren und achtest auf eine equilibrierte Mentalität: Bitte mach' dir lieber ein Abo beim lokalen Fitnesszentrum oder belege einen Yogakurs. (Selbstverständlich sind beide Sportarten auch parallel zum Laufen nicht verkehrt und sogar förderlich, um die gehassten Verletzungen zu minimisieren)

LAUFEN ÜBERWINDET

Nun das Positive an der ganzen Schinderei: Wer das alles in Kauf nehmen und wegstecken kann, wer lernt, dass bestenfalls immer Blasenpflaster in der Hausapotheke und Quark im Kühlschrank ganz vorne stehen, wer immer wieder aufsteht und weitermacht, der, ja der überwindet sich selbst. Es gibt kein Licht ohne Schatten und wer den Schatten akzeptieren und überstehen lernt, der steht im allerhellsten Licht. Nichts fällt vom Himmel! Alles hat seinen Preis und sogar wenn man den Eindruck hat, etwas härter kämpfen zu müssen als andere, dann weiß man nachher zumindest für sich selbst ganz genau, was man da geleistet hat. Wenn alles überwunden und schön ist, dann kommt man auf die wahnwitzigsten Ideen und ja, manchmal rockt man sogar die. Desto härter das Tief, desto besser das darauffolgende Hoch und für genau diese Augenblicke kämpfen wir! Denn diese Momentaufnahmen bleiben uns immer im Herzen genauso wie das Wundervollste am Laufsport:

LAUFEN VERBINDET

Falls du Laufanfänger bist, hier ein lieber Rat: Trete einer Laufgruppe bei! Du wirst verwundert sein, wie viel du mit diesen Menschen gemeinsam hast. Manche erschrecken einen richtig, die sind wie Seelenverwandte! Sie können das Geplapper über das Gelaufe stundenlang ertragen (im Gegensatz zu deinen schon leicht entnervten Arbeitskollegen) und sie geben dir sogar beim 1000ten Lauf, den du auf sozialen Medien postest noch Likes oder Kudos denn sie verstehen, was jeder einzelne Kilometer bedeutet! Such dir Gleichgesinnte denn diese Menschen könnten die wahrhaftigsten Freunde sein, die dir je begegnen werden. Laufen verbindet, Laufen ist menschlich und Läufer tragen dich ins Ziel, wenn es drauf ankommt! Hiermit ein herzliches Dankeschön an all meine Lauffreunde, ihr wisst gar nicht, wie oft ihr mich ins Ziel gejagt habt, auch, wenn ihr gar nicht in meiner Nähe wart!


Life is a rollercoaster... Ja gut, dann ist Laufen wie ins Weltall fliegen, dort ein Loch in einen Asteroiden bohren, Bombe reinwerfen, Erde retten, nach Hause fliegen, Wunden lecken und erst mal eine Winterkollektion an Kleidern stricken nur um dann wieder zum nächsten Asteroiden fliegen zu dürfen. Mir ist klar, dass nicht jeder meine extremen Ansichten hier teilt, denn nicht jeder durchlebt und erlebt dasselbe aber ich hoffe, dass ein paar von euch sich wiederfinden oder, dass ihr zumindest lachen konntet. Vergesst nie: Gemeinsam sind wir am stärksten!


Alles Liebe,

Nora

 

Ihr wollt mehr über Nora und ihre Geschichte erfahren? Dann schaut auf bei ihr auf Instagram vorbei: Klicke hier (@runfit_nora)


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